Rubrik

Comedy – Realsatiren

Satirische Blicke auf Politik, Wirtschaft und Medien.

Was machen wir? Wir hantieren – am sausenden Webstuhl der Zeit.

Was machen wir? Wir hantieren – am sausenden Webstuhl der Zeit.

Jede Gesellschaft produziert die Satire, die sie verdient. Das gilt für Personen und die Zustände. Beunruhigend ist immer wieder, dass manche Realsatiriker allen Ernstes nichts von ihrem Tun wissen. Dafür sind wir da, ihre ungewollten Possen unter die Leute zu bringen. Die Realsatiker lieben ihre Blasen, auch wenn wir hinein stechen. Sie lachen mit und aus Verlegenheit. Und wir sind unterhalten.

(nach Karl Kraus)

Roger Köppels klimakterische Hybris

Roger Köppels klimakterische Hybris

Roger Köppel, Abgeordneter der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und Verleger des Wochenmagazins Die Weltwoche, wendet sich in seiner Daily-Show mit Erkenntnissen über die laufenden Ereignisse in der Schweiz und in allen übrigen Kantonen der Welt an sein Publikum.

Dabei blitzt auf, wie seine Meinung und diejenige der Kimawissenschaft auseinanderstreben. Hier ein angereicherter und verkürzter Ausschnitt, aus Köppels Welt der kopernikanischen Fakten.

Januar 2021.

Wir schaffen das

Wir schaffen das

Die Autolobby in der Schweiz ist bärenstark. Der VW-Skandal, der im September 2015 detonierte, schlägt dem plüschigsten Bären auf den Magen- und schränkt die Übersicht ein. Der Frontmann der Schweizer Autoimporteure schaltet auf Stockholm-Syndrom, sympathisiert mit den Tätern. Der Beitrag des Schweizer Farbfernsehens zum Thema wurde am 7. Oktober 2015 ausgestrahlt, Wochen, nachdem der VW-Konzernchef, Herr Winterkorn, die Verantwortung für das Fehlverhalten im Unternehmen längst zugestanden und sich dafür entschuldigt hatte- und abtreten musste. Beim Schweizer Vertreter der Autoimporteure kamen die Fakten nicht wirklich an; sind noch nicht auf seinem Tisch. Ein Tisch ist ein Tisch. Und was nicht auf dem Tisch ist, ist auch nicht geschehen. (Quelle: SRF,Rundschau)

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Lehrplan 21

Lehrplan 21

Gehüpft wie gesprungen

Die Schule in der Schweiz wird wieder einmal und ganz grundsätzlich neu definiert. Lernen, Erfahren, Erleben, Tun und Lassen, Experimentieren und alles, was das kindliche Stellwerk zulässt, wird neu im Lehrplan 21 in Kompetenzen versorgt. Der Lehrplan 21 ist alttestametarische 470 Seiten stark. Lehrer sind neu Moderatoren von Lernprozessen, Coaches und Lernbegleiter. Beat Zemp, Zentralpräsident der Lehrerinnen und Lehrer der Schweiz, doziert, wie das Ganze gemeint ist. Wenn also ein Primaner beim Lesen-Lernen und beim Schreiben-Lernen ein Erfolgserlebnis hat und vor Freude hüpft, heisst das gemäss Lehrplan 21 und von Herrn Zemp verdeutscht: Der Primaner hat Bewegungskompetenz (hüpft), Selbstkompetenz (zeigt Freude), Deutsch-Kompetenz (Ausdruck "vor Freude hüpfen"). Und das ist noch nicht alles. Der Primaner hat gemäss Lehrplan 21 auch sein Leseverhalten reflektiert und heterogene Erfahrungen mit altersgemässen Texten gemacht. Alles klar?

Quelle: SRF Tagesgespräch 7.11.14

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Wenn das Geld den Geist verlässt

Wege zum Glück

Wenn das Geld den Geist verlässt

Wenn die ganz Grossen aus der Welt des Geldes und des Geistes darüber reden, wo das Glück wohnt, wird es spät; so spät, bis der grösste Radiomoderator im bekannten Teil des Universums, erster Radio-Pirat der Schweiz und Titularmoderador der ersten TV-Talk-Show der Schweizer Woche zum fragenden Wort greift. Der ehemalige Chef-UBS-Bankier Oswald Grübel gibt dabei prägnant preis, dass Geld nicht glücklich macht. Hören und sehen sie selbst.

Ein Schweizer Märchen

Mitten in einem kleinen Wäldchen lebten sieben Heinzelmännchen. Sie bauten Waldstege und putzten die Wege und verteilten Nüsse und Pilze an alle Murmeltiere und Farnkräuter und Bergkräuter, die sie, wie alle Bewohner des Waldes, sehr gern hatten. Am liebsten aber hatten sie die Bäume. Die Bäume waren viel mächtiger als gewöhnliche Haselsträucher oder Igel. Die Bäume waren deshalb etwas eingebildet und sagten den anderen Pflanzen: "Wenn wir umfallen, fallen wir auf euch, und dann seid ihr auch kaputt."

Wenn das Verlagskader denkt

Wenn das Verlagskader denkt

Jetzt jammern auch die Verleger und wollen Geld, vom Staat. Das hilft sicher sehr für freie, unabhängige Medien. Und jetzt kommt ein Verlagskader und denkt über Erneuerung in den Medien nach...und stösst auf die Idee der Bombe im Saal. TA 18.9.2009

TB und die Relativitäts-Theorie

TB und die Relativitäts-Theorie

Alles ist relativ. Wichtig ist, dass die Kuh die Milch runter lässt. Ein politische Strategie für eine grün-graue Politik im Land. Bern ist fern vom Toggenburg. Nicht alles hat in der Ostschweiz das Gewicht, so wie man es sich in Bern auflädt. Glück im Stall! Eine Kuh ohne Milch ist wie Politik ohne Worte. Es tropft nichts ab.

Befehl und Boris Vian

Befehl und Boris Vian

Was innerhalb einer Armee geschieht, ist eine Sonderform der Erwachsenenbildung. Da und dort geht es um Leben und Tod. Was denkt wohl Boris Vian seelig, der sich zum Thema Befehl und Verweigerung schon Gedanken gemacht hat, bevor im Berner Oberland Einiges den Bach runter ging in der Befehlslinie?

(...) Boris

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