Die Belegschaft habe die Gratiszeitung «.ch» geschenkt bekommen, schreiben die Macher des sterbenden Schwans. Das Blatt sei aber noch nicht tot, meinen die Zeitungsmacher, die jetzt Gratis-Zeitungsbesitzer sind. .ch soll 400 000 LeserInnen haben, und keiner will sie finanzieren. "Die Einnahmen steigen von Monat zu Monat", schreiben die neuen Zeitungsmogule. Die bösen Verleger wollten das Blettli trotzdem nicht, "weil ihnen das Spaziermünz ausgegangen ist". Spazierkleingeld? Unwort des Jahres. Von Gesetzes wegen wollen die neuen Dilettanten das Blatt in zwei Wochen an wenigen Haaren aus dem Morast ziehen, "mit Aktionen auf allen Ebenen". Die wichtigste Aktion: www.pimp.ch. .ch: Die Zeitung für den Pimp? „Illusionen machen wir uns keine“, schreiben die noch unerfahrenen neuen Zeitungsbesitzer. Visionen haben sie allerdings auch keine. Auf der Homepage hocken sie alle da, wie auf dem Felsen von Gibraltar - an einem Haufen und lachen. Illusion minus Vision = Transfusion. „Wir geben alles, um die Zeitung zu retten“. Wirklich? Mit www.pimp.ch? Die Dilettanten lassen sich tief in den Business-Plan schauen: „Sollte es nicht klappen, können wir dann immer noch aufs RAV gehen“. So genau tönen aufstrebende Jungunternehmer.