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Schweiz

Reportagen und Berichte aus der Schweiz – Helvetica.

Die Schweiz aus der Luft

Die Schweiz aus der Luft

Die im Herzen der Alpen liegende Schweiz ist vor allem für ihre landschaftlichen Reichtümer bekannt, die alljährlich unzählige Besucher anlocken. Abseits der dicht bevölkerten Städte breitet sich eine atemberaubende Natur aus, die von majestätischen Gipfeln über hoch aufragenden Bergketten, eisigen Gletschern, waldigem Hügelland und zahlreichen, idyllischen Seen geprägt ist. In diesem Bildband wird die Schönheit der Schweiz auf ganz eigene Weise enthüllt – auf begeisternden Luftaufnahmen. Überwältigend, bezaubernd, spektakulär!

Text: Erwin Dettling

Bilder: Antonio Attini

Vorwort: Bertrand Piccard

Das Buch im Abfall

Das Buch im Abfall

Wie sich Bibliotheken erneuern

Alle sechzehn Sekunden kommt irgendwo auf der Welt ein neues Buch auf den Markt. Vieles ist Mode, für den Moment geschrieben, hat keinen Bestand. Diese Bücher verschwinden, so wie sie gekommen sind und landen auf dem Abfall. Was aber ist mit den wertbeständigen Bücher? Wie lange bleiben sie noch in den Regalen? Werden mit der Zeit alle Bücher zur Ware, die eingesammelt, geschreddert und zum Beispiel zu Nastücher und Servietten verarbeitet wird?

Auch Bibliotheken mit ihren grossen Beständen sind vom Entscheid, was bleibt und was weg muss, nicht ausgenommen. Die öffentlichen Büchereien erneuern ständig, damit die Menschen weiterhin zu diesen einmaligen Orten der realen Begegnung mit Büchern strömen. Christl Göth, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek Winterthur erklärt in einem Gespräch, wie die Anschaffungs- und Wegwerfpraxis konkret funktioniert. Die Stadtbibliothek Winterthur verfügt über mehr als eine Million Medien, mehr als die Hälfte davon sind Bücher. Vieles bleibt, anderes muss weg, für immer. Christl Göth ist davon überzeugt, dass Bibliotheken gute Zukunftsperspektiven haben.

Vom Stahl zum Schoggi-Job

Karl kühnes Gassenschau

Vom Stahl zum Schoggi-Job

Seit einem Vierteljahrhundert bringt die Schweizer Schauspiel- und Gaukler-Truppe "Karl´s kühne Gassenschau" aktuelle und berührende Themen mit grossem technischen Aufwand auf die Bühne. Dieses Jahr trumpft KkG in Winterthur mit "Fabrikk" auf. "Fabrikk" bedeutet Industrie, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Globalisierung. Das merkt der Zuschauer bereits, wenn er in der Vorstadt von Winterthur das Gelände der schaustellerischen Grossproduktion von KkG betritt.Am Eingang des Gewerbe- und Industrie-Geländes rostet das Bühnenbild der vorherigen Produktion (Silo 8, 2006-2009) vor sich hin.

Global denken, auch in Sursee

Global denken, auch in Sursee

Hans Küng, der weltbekannte Schweizer Theologe, hat sein Heimatdorf, das luzernische Sursee, für die Präsentation seines neuesten Buches gewählt. "Anständig wirtschaften" heisst sein Werk, das sich um global gültige Standards für eine gerechte Wirtschaft dreht. Der 82 Jahre alte Hans Küng lancierte sein neues Buch aus der Provinz. Der vehemente Papstkritiker ist davon überzeugt, dass es möglich ist, an jedem Punkt der Erde global zu denken, auch in Sursee. In gestochen scharfen Sätzen redete Küng auf dem Dorf in einer Buchhandlung vor seinem Heimpublikum: Schulkollegen, Geschäftsleute, Freunde und Bekannte lauschten seinem Vortrag, der als Thema die Notwendigkeit einer neuen Kultur des Anstandes behandelte.

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Bilder stürzen, neu sehen
Eli Lotar, Germaine Krull · Sans titre (Ohne Titel), ca. 1930 Vintage Silbergelatine-Glasplatte, 9 x 12 cm, © RMN / Museum Folkwang, Essen

Surrealismus Fotomuseum Winterthur

Bilder stürzen, neu sehen

Das Fotomuseum Winterthur zeigt eine monumentale Schau zum Thema Surrealismus, Fotografie und Film. Ins Auge springt, wie die surrealistischen Bilder von damals der Bilderflut der Gegenwart gleichen. Es scheint, die surreale Fotografie scheue das grelle Licht. So lässt sich erklären, warum sich die Betrachter der rund 400 Bilder, Dokumentationen und Filme im gedimmten Licht des Winterthurer Fotomuseums wie an einem Band durch neun thematische Bereiche ziehen lassen kann. Die Surrealisten stürzten nicht nur die Bilder ihrer Zeitepoche um; sie glaubten, ihre manipulierten Bilder hätten die Kraft, das Gesicht der Welt auf den Kopf zu stellen.

Ikonografie,Zerstörung, Leid
Enrique Metinides

Ikonografie,Zerstörung, Leid

Nach der Erkundung von fotografierter Sexualität in "Darkside I" im vergangenen Jahr befasst sich das Fotomuseum Winterthur in "Darkside II" mit den Themen Gewalt, Krankheit und Tod. Gezeigt wird die fotografierte Verletzbarkeit des menschlichen Körpers. Wer sich vorwagt, braucht Nerven und Tiefblick, mit der ausgestellten Bilderflut umzugehen. Geritzte, wuchernde, verblasste, verwitterte, gefolterte und operierte Körper verstören das Auge.

Ein Raucher geht nach Indien

Ein Raucher geht nach Indien

Der Schweizer Tabakunternehmer Heinrich Villiger erschliesst sich in Ostasien neue Märkte. Die Tabakverbote vermiesen dem Tabakbaron im Inland das Geschäft. Indien hat zurzeit einen klitzekleinen Zigarrenmarkt. Die Perspektiven seien jedoch grandios, meint Heinrich Villiger. "Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu", heisst es dick und fett auf allen Zigarren-Schachteln, welche der Schweizer Tabak-Baron Heinrich Villiger in alle Welt exportiert.ger in alle Welt exportiert.

Hang loose im Sägemehl

Hang loose im Sägemehl

Kopf voran ins Sägemehl. Das wär doch was! Im Zeitalter von halsbrecherischen Trendsportarten hält sich eine friedliche Art des Zweikampfs wie keine: Schwingen! Lutte Suisse. Swiss Wrestling, heisst das für die anderen. Was ist Schwingen? Ein ritueller Hosenlupf? Es braucht zwei starke Kerle, die vor Publikum mit List und Kraft versuchen, den Gegner nach strengen Regeln in fünf Kampfminuten fair im Sägemehl auf den Rücken zu knallen. Probieren wirs?

Johann Dähler – Ananaskönig

Johann Dähler – Ananaskönig

Ein junger Thurgauer zog vor dreissig Jahren in die Welt hinaus. Er schaffte den Weg vom kleinen Entwicklungshelfer zum grossen Ananasproduzenten in Afrika. Bis der Absturz kam. Johann Dähler ist nicht einer, der aufgibt. Nach dem Fiasko an der Elfenbeinküste ist er mit seiner Ananas wieder ganz oben. Diesmal in Costa Rica.

Schiessen in der Schweiz

Wenn es knallt

Schiessen in der Schweiz

Schiessen ist mehr als Abdrücken. Schiessen ist Gesinnung. Wer schiessen will, muss zielen können - und treffen. Dazu braucht es einen ruhigen Finger und Konzentration. In jeder mittelgrossen Schweizer Stadt gibt es gut und gern mehr als zehn Schiessvereine. Schiessen ist in diesem Sinn in Helvetien entkriminalisiert. Und trotzdem gehen im Land immer wieder Schüsse daneben, mit so genannten Ordonanzwaffen. Es gibt ausgemusterte und aktive Soldaten und Militärs mit steifen Hüten , die in engen Zeiten mit Sturmgewehren und Armeepistolen auf sich und andere schiessen. An diesem Punkt hört die Folklore auf. Was hat es auf sich, dass wir Eidgenossen so innig gern abdrücken?

Dienstreglement

Ein Leben im Stegreif

Rees Gwerder

Ein Leben im Stegreif

Rees. Der Vorname ist universal. Gwerder weniger. Rees: So könnte ein indischer Brahmane heissen oder ein Rap-Artist in New York. Rees aus dem Muotatal gibt es ohne Gwerder nicht. Der Rees und der Gwerder haben sich mit dem Schwyzerörgeli vom Oberlauf des Hüribachs und von den Schluchten und Schründen des "Eigeli" heybsch in die Schweizer Musik-Szene gespielt und weit darüber hinaus.

Ein Leben für den Kaffee

Otto Klöti

Ein Leben für den Kaffee

Otto Klöti zog 1948 nach Costa Rica. 60 Jahre Arbeit, Einsatz und Glück brachten ihm dort Wohlstand und Ansehen. Klöti hat gesät und reich geerntet. Heute gilt er als einer der grossen Kaffee-Experten im lateinamerikanischen Kleinstaat. Am Anfang seiner Geschichte steht Tante Frieda. Die Schwester von Otto Klötis Vater wanderte 1926 mit ihrem Gatten von Dürnten im Züricher Oberland nach Costa Rica aus. Tante Frieda lebte ohne Nachkommen auf einem Bauernhof. Als ihr Mann 1947 starb, schrieb Tante Frieda in die Schweiz: "Ich schaffe das allein nicht. Schickt mir jemand". Das war die Stunde für Otto Klöti.

Surava

Surava

Peter Surava war während des Zweiten Weltkriegs Chefredaktor der Zeitung „Die Nation“. Surava befasste sich sehr kritisch mit der Flüchtlingspolitik der Schweiz. Die offizielle Medienzensur würgte Suravas kritischen Blick ab. Der scharfe Beobachter wurde als Nestbeschmutzer diffamiert. Surava verlor seine Existenzgrundlage als Journalist. Er publizierte später als Ernst Steiger, James Walker, Thomas Quinton und als Peter Hirsch. Surava wurde aufgrund des Films "Er nannte sich Surava"von Erich Schmid im Jahr 1995 vom Bundesrat rehabilitiert.

Ton ab und Saite drauf

Ton ab und Saite drauf

Stephan Schertler steht mit seinem Kontrabass auf der Bühne, hat eine Vorstellung, wie die "Tijuana-Moods" der Jazz-Legende Charles Mingus klingen sollten, und es passiert nicht. Schertler leidet. Sein Bass klingt falsch, ohne Volumen, unten stumpf, oben dünn und brüchig, fahl in der Mitte. Nach dem Konzert hat Schertler einen mächtigen Koller, eine Migräne zuckt im Kopf. Schertler steckt sein Instrument in eine tiefe Ecke - bis in der Hafer sticht und die Töne wie Honig durch seinen Kopf rieseln.

Gross im Kaffeegeschäft

Schweiz

Gross im Kaffeegeschäft

Die Schweiz ist im Kaffeegeschäft eine Grossmacht. Mehr als 70% des Weltkaffeevolumens werden direkt oder indirekt in der Schweiz gehandelt. Tradition, eine hervorragende Infrastruktur und steuerliche Vorteile haben dazu geführt, dass die grossen Kaffeehändler und Röster ihre Firmensitze in der Schweiz haben. Im globalen Kaffeehandel gibt es rund 350 Firmen, die sich am Geschäft mit den aromatischen Bohnen beteiligen. Die grössten unter ihnen haben ihr Domizil in der Schweiz. Auch die weltweit führenden Kaffeeröster operieren von der Schweiz aus. Der Kaffeepreis wird von verschiedenen Marktteilnehmern gemacht. Die Röster und Händler in der Schweiz sind dabei, so wie auch die Rohstoffbörse von New York.

Endwind in Einsiedeln

Endwind in Einsiedeln

Einsiedeln, der Schweizer Wallfahrtsort in der Zentralschweiz, ist ein Anziehungspunkt für Pilger, Pendler, Proleten und Theaterleute. Alle sieben Jahre spielt das Dorf Welttheater, Weltuntergang. Die neueste Spielvorlage schrieb der Schweizer Dramatiker Thomas Hürlimann. Das Einsiedler Welttheater beginnt mit einem monumentalen Auftritt der mehr als 350 Spielleute.

Auftakt Windkraft die Kälins

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