America
Mexico
Adiós Chavela Vargas!
Chavela Vargas ist am 5. August 2012 in der mexikanischen Stadt Cuernavaca an einem Herzstillstand gestorben. Die grosse Dame des imberoamerikanischen Gesangs stand im 93. Lebensjahr. Die Frau mit der rauchigen Stimme hat ihren Körper zum Tempel gemacht. Lange Jahre vergessen und verpönt, hatte die geheilte Trinkerin im letzten Jahrzehnt ihres Lebens eine bemerkenswerte Fülle von Aufnahmen gemacht und trat in Filmen von Pedro Almodovar auf. Chavela Vargas hat mit ihrem rauen Gesang Generationen von Sängerinnen und Performerinnen beeinflusst. Hören sie ein Gespräch mit Chavela Vargas.
Carlos Fuentes
(1928-2012)
Der mexikanische Autor, Beobachter, Analytiker des Zeitgeschehens, Diplomat und Vermittler, ist tot. Wie kaum ein anderer seiner Generation hat er seinen Landsleuten immer wieder einen Spiegel vorgehalten, ihnen erzählt, aus der dichterischen Perspektive, wie es ihnen geht, wie sie miteinander umgehen, wie sie sich verraten, wie sie Fiestas feiern, wie sie sich belügen, betrügen und wie sie von einem zukunftslosen politischen System zehren. Bei uns in Europa würde man Carlos Fuentes einen Nestbeschmutzer nennen. In Mexiko genoss er grösstes Ansehen, das anlässlich seines Todes nochmals in aller Schärfe aufschien.
Was bleibt von einer einst stolzen Revolution:Entpyramidisierung in Mexiko
Elena Poniatowska ist eine der renommiertesten Journalistinnen und Chronistin Mexikos. Es gibt kaum ein Thema von nationaler Bedeutung, über das die vielfach ausgezeichnete Autorin mit polnischen Wurzeln nicht geschrieben – und damit provoziert – hätte. Auch die mexikanische Revolution von 1910 und die ramponierte Unabhängigkeit des Landes, der Drogenkrieg und die ungelöste Frage der Migration zwischen Mexiko und den USA bleiben von Poniatowskas spitzer Feder nicht verschont. Erwin Dettling hat die streitbare und engagierte Journalistin in Mexiko an ihrem Wohnort besucht NZZ 3.1.2011
Una vida en blanco y negro
El Museo de Fotografía de Winterthur, la institución más importante del género en Suiza, dedica una exposición monumental a la fotógrafa mexicana Graciela Iturbide.Su obra artística abarca cuatro décadas del cosmos mexicano, pero incluye también imágenes de otros países como los Estados Unidos, India, Italia y España. La obra de Graciela Iturbide tiene visos de crueldad. Es una crueldad en blanco y negro y de una infinidad de variantes de tonos grises.
Graciela Iturbide, Juchitan
Mexiko, ein gescheitertes Land?
Der Drogen-, Menschen- und Waffenhandel zwischen Mexiko und den USA hat explosionsartig zugenommen. Jährlich fordert das organisierte Verbrechen mehr als 7000 Tote. Den Scherbenhaufen muss jetzt Präsident Barack Obama aufkehren. Seine Regierungsmannschaft sucht die Annäherung an Mexiko und anerkennt einen Teil der Verantwortung für die missliche Lage entlang der 3000 Kilometer langen Grenze.
Hubert Rogenmoser
Sprachlehrer,Landscaper
Als Jungendlicher beeindruckten Hubert Rogenmoser Westernfilme, die im mexikanischen Durango spielten. "Die Mexikaner waren in diesen Streifen immer die Bösen", erinnert sich der Luzerner im Gespräch. Als junger Erwachsener zog er aus, wollte in Mexiko vor Ort erkunden, was er in der Schweiz auf der Breitleinwand gesehen hatte. Rogenmoser sah mehr als er je erwarten durfte.
Mais in Mexiko
Mexiko ist ohne Mais nicht denkbar. Mais ist im Land der Azteken Kultpflanze und Nahrungsmittel, Symbol für Identität und Gemeinsamkeit, Ausdruck von Kraft und Armut. Das Leben von Millionen Mexikanerinnen und Mexikaner hängt am Mais, weil sie davon jeden Tag essen, essen müssen, weil es manchmal nicht viel anderes zu essen gibt.
VW-Taxi-Käfer - bald ausgekrabbelt?
Jahrzehntelang haben auf Mexikos Strassen die VW-Käfer das Taxigewerbe dominiert. Der Käfer liegt im Sterben. Die VW-Werke in Puebla haben aufgehört, das Gefährt zu produzieren und konzentrieren sich auf den New Beatle. Und das mexikanische Gesetz verlangt, dass Taxi neu vier Türen haben müssen. Da wird es eng für den VW-Käfer. Noch rollt er.
Mexiko global
Mexiko hat kein Schwein; Mexiko hat kein Glück. Wie vom Teufel geritten, kämpft das Land zwischen den USA und Zentralamerika mit ständig neuen Baustellen. Präsident Obama weilte Mitte April in der mexikanischen Hauptstadt. Kein Schwein kümmerte sich um die Seuchengefahr.
Swissness in Mexiko – Die Schweizer Schule boomt
17 Schweizer Schulen im Ausland vermitteln rund 6700 Kindern Unterricht nach helvetischen Grundsätzen. Viele dieser subventionierten Schulen kämpfen ums Überleben. Nicht so jene in Mexiko: Sie eröffnet Zweigbetriebe und erfreut sich grosser Beliebtheit. llein in Mexiko-Stadt gibt es mehr als 3000 Privatschulen. Sie schiessen wie Pilze aus dem Boden, weil das öffentliche Schulsystem den Ansprüchen vieler mexikanischer und ausländischer Familien nicht genügt.
Danzón
Jeden Samstag treffen sich in Mexiko-Stadt tausende von Seniorinnen und Senioren am Ciudadela-Markt. Sie bewegen sich im Rythmus des Danzón, diesem sinnlichen Tanz, der über Kuba nach Veracruz in die mexikanische Metropole gekommen ist. Danzón ist Bewegungs-Therapie, Medizin gegen Alters-vereinsamung, Verjüngungskur und Gegengift für steife Gliedmassen.
Schindler fährt in Mexiko trotz Krise nach oben
Seit mehr als 60 Jahren ist der Schindler-Konzern in Mexiko im Aufzugsgeschäft tätig. Mexiko hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem der weltweit offensten Märkten entwickelt - mit positiven Auswirkungen für den Schweizer Liftbauer. Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch Mexiko erreicht. Investoren suchen nach sicheren Werten. Eine Entwicklung, die Schindler nutzen kann. Verschiedene Bauprojekte lagen im ersten Quartal des laufenden Jahres auf Eis. Jetzt kommen die mexikanischen Bauherren wieder auf Schinlder zu.
Aussenministerin Hillary Clinton auf Besuch in Mexiko
Zwei Länder teilen grosse Probleme
Das Misstrauen zwischen Mexiko und den USA ist gross nach den acht unbeweglichen Jahren der Bush-Administration. Vier Themen trüben das bilaterale Verhältnis: Der grenzübergreifende Drogen- und Waffenhandel, der unbefriedigende Status der illegalen mexikanischen Einwanderer in den USA und Handelsfragen.
Besame mucho - Conzuelo Velasco
Viel geküsst und schön verdient
Ein Lied geht um die Welt. „Besame mucho“ ist ein Welthit, der von Shanghai bis Solothurn noch immer millionenfach über die Lippen geht. Die Komponistin des Songs, Conzuelo Velasquez, starb im Januar 2005 in Mexiko. Ihr Lied wird bleiben. Julio Iglesia hat sich an den Song gewagt, Elvis Presley und Cecaria Evora interpretierten das globale Kusslied und die Beatles machten daraus eine Nummer. Conzuela Velasquez hatte noch nie geküsst, als sie „Besame mucho“ schrieb. So will es die Geschichte oder die Legende.
Rafael Ramírez Heredia
Rafael Ramírez Heredia schrieb in Mexiko ein wegweisendes Buch über die Mara, die transamerikanischen Jugendbanden, die sich auch
in Mexiko aufhalten. Für „Mara“ erhielt Ramirez im Jahr 2005 in Spanien den "Premio Dashiel Hammett". In „La Mara“ erzählt Ramírez, was die Jugendbanden antreibt, wie sie sich verbreiten, wie sich Politik, Verbrechen, Menschen- und Welthandel verschränken. Hören Sie das Gespräch, das ich mit dem Autor kurz vor seinem Tod in Mexiko führte.
Roger von Gunten - auf Reise in die tiefe der Zeit
Der Maler und Gestalter mit Schweizer Wurzeln, Roger von Gunten, kam in den fünfziger Jahren der vergangnen Jahrhunderts nach Mexiko. Er ist seither auf einer langen Reise in die tiefe der Zeit von Mexiko und seinen Farben.
Ein Gespräch.
Geld und Geist
La Bolsa de Valores- die mexikanische Börse
Mexiko ist seit 1994 mit den USA und Kanada durch ein Freihandelsabkommen (NAFTA) verbunden. Zur ultraliberalen Wirtschaft gehört die gläserne Börse.
Musik für die mexikanische Seele
Los Mariachis
Das mexikanische Volk lebt immer mit einem Bein in den USA. Wenn es um ihre traditionelle Musik geht, stehen sie fest mit beiden Füssen auf lokalem Boden.
Viva Zapata
Revolte und Freihandel in Mexiko
Mexiko erlebte in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine beispiellose wirtschaftliche Öffnung und Deregulierung. Die USA, Kanada und Mexiko schlossen ein Freihandelsabkommen NAFTA (North American Free Trade Agreement). Nicht alle profitierten gleich stark von der wirtschaftlichen Öffnung in Nordamerika. Die indianische Bevölkerung im Südosten von Mexiko blieb vom grenzüber-schreitenden Wirtschaftsboom weitgehend ausgeschlossen.
Begehungsversuch:
Mexico City im Verkehrschaos
Die Hauptstadt von Mexiko ist ein urbanes Versuchslabor. Mit mehr als 20 Millionen Menschen, die auf einem Hochplateau weit über 2000 Meter über Meer leben, sind alle Phänomene des Zusammenlebens überdimensioniert. Immer wieder sagen Zukunftsforscher den Kollaps der Stadt voraus. Die Luft ist dünn und verschmutzt, die Autos fahren dicht und langsam. Ein Begehungsversuch.
Bilder aus der Tiefe der Zeit
Die Fotografin Flor Garduño drückt ab in erdigen Räumen und entwickelt Rätsel. Sie durchbricht mit ihrer Kamera die Grenze zwischen Intimität und Nähe. Sie liefert mit behutsamen Eingriffen aus Licht und Dunkel archaische Bilder aus der Tiefe der Zeit. Die chiffrierten Kompositionen sind Maske und Blösse zugleich – so wie der Betrachter, die Betrachterin, zu schauen und sehen vermag.
Die Bilder
Mexico-City
Ein ordentliches Chaos
Zählt Mexio-City 20, 21 oder 22 Millionen Einwohner? Das weiss keiner ganz genau. Mexiko-City ist masslos und gleichzeitig klein. Aufgetrennt in kleine Einheiten, schaut die Stadt noch immer wie ein Schachbrett aus. Dieses Schachbrett wird an seinen Rändern immer mehr zerfetzt. Die Metropole wächst über ihre eigenen Dimensionen hinaus.
Radio-Berichte und Reportagen
- Rebellion und Freihandel
- Mexico-City - Alles klar!
- Roger von Gunten - Auf Reise in die tiefe der Zeit
- Conzuelo Velasques - viel geküsst und gut verdient
- Mexiko-Stadt - eine urbane Lehrstätte der Menschheit
- Presidenta im Macholand
- Der Cardenas-Clan. Mythos, Politik, Öl
- Los Mariachis -
- Freihandel und Börse - alles glasklar
