America

Haiti

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Woch nan dio pa konnen doule woch nan soley.

The rock in the water does not know the pain of the rock in the sun.

Toussaint Louverture

Fort du Joux

Toussaint Louverture

Toussaint Louverture, leader de l'indépendance haïtienne, a été emprisonné au fort de Joux (Doubs, France). Il fut incarcéré de l'été 1802 jusqu'à sa mort le 7 avril 1803. Arrêté sur ordre de Napoléon Bonaparte, il a subi des conditions de détention extrêmes, notamment le secret absolu, le froid, l'humidité et la privation de soins, dans une cellule sombre, scellant son destin en tant que martyr de la liberté. Considéré comme le "Napoléon noir", Toussaint Louverture est devenu un symbole mondial de l'émancipation des peuples. Aujourd'hui, sa cellule au Château de Joux est un lieu de mémoire, avec une plaque commémorative et un buste érigé en son honneur par la République d'Haïti.

Ecoutez l'histoire:

Toussaint de Louverture

Erschüttert aber nicht besiegt

Collège Suisse, Jacmel, Haiti

Erschüttert aber nicht besiegt

Haiti ist 30 Monate nach dem verheerenden Erdbeben aus den Schlagzeilen. Der Schweizer Gottfried Kräuchi trotzt den Erschütterungen und hat dafür gesorgt, dass sein Lebenswerk, eine Primar- und Sekundarschule in Jacmel, auch nach der Naturkatastrophe weiterlebt. Grösser und solider vielleicht als vor dem Beben. Die Augen des betagten Gottfried Kräuchi (78) blitzen auf, wenn er von seiner Schule erzählt.. Käuchi sitzt im Foyer des Freien Gymnasium Bern, wo Gesangs- und Instrumentalschüler und Schülerinnen das dritte Benefiz-Konzert zu Gunsten des Collège Suisse geben.

Haitis Generationen-Projekt

Haitis Generationen-Projekt

Letzten Januar versetzte ein Erdbeben Haiti in Trümmer. Laut Regierung des Landes verloren weit über 230‘000 Menschen ihr Leben. Auf das verheerende Erdbeben folgten Plünderungen und die Hilfe zum Wiederaufbau kam nur sehr langsam voran. Ein halbes Jahr nach der Katastrophe besuchte Erwin Dettling den Inselstaat. In «Atlas» erzählt er, was er in Haiti gesehen und erlebt hat. Die Bevölkerung des Landes aber auch die internationale Staatengemeinschaft hatten wenig realistische Vorstellungen, wie dem geschundenen Land nach der Naturkatastrophe geholfen werden kann. Längst ist die internationale Helferindustrie an neuen Schauplätzen in den Schagzeilen - während dessen sich Haiti um das Generationen-Projekt des Wiederaufbaus kümmert. DRS 2 Atlas

Die dauerhafte Tropenfantasie

Port-au-Prince: Hotel Oloffson

Die dauerhafte Tropenfantasie

Die touristische Insfrastruktur liegt nach dem Erdbeben vom Januar 2010 am Boden. Mit einer Ausnahme. Das legendäre Hotels Oloffson, wo Graham Green seinen bahnbrechenden Roman „The Comedians“ schrieb, hat dem Erdbeben widerstanden. Der Holzbau wurde arg durchgerüttelt. Das Gästehaus im Stil einer viktorianischen Tropenfantasie widerspiegelt die Geschichte von Haiti, wie kaum ein anderer Ort im Land. Richard Morse versucht als Hotelier im Hotel Oloffson zu überleben. Der amerikanische Anthropologe kann bis zum heutigen Tag kaum verstehen, warum sein Hotel noch da ist.

Zentralfriedhof, Port-au-Prince – Baron Samédi und die Totenruhe

Zentralfriedhof, Port-au-Prince – Baron Samédi und die Totenruhe

Der Zentralfriedhof von Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, ist ein grimmiger und zugleich ein beschaulicher Ort. Die Grabstätten sind monumental. Als Notlösung wurden viele Tote nach dem Erdbeben in bestehenden Grabstätten bestattet, damit keine Seuchen ausbrachen. Erwin Dettling begleitet auf dem Zentralfriedhof einen Totengräber und lässt sich später von Max Beauvoir, dem obersten Priester der Voodoo-Religion, erklären, warum die Haitianer die Gewalt der Natur akzeptieren – aber nicht, wie die Regierenden damit umgehen.

Schweizer Wassermann in Haiti

Schweizer Wassermann in Haiti

Erdbeben sind auch Wasserversorgungs-Katastrophen. Das war in Haiti auch so, als am 12. Januar 2010 ein Beben mehr als 250'000 Menschen getötet hatte. Harry Zehnder, ein Schweizer Unternehmer in Port-au-Prince, hält trotz allen Widrigkeiten an seinem Wassergeschäft fest. Wer mit offenen Augen durch die halb zerstöre Hauptstadt von Haiti fährt, kommt an Harry Zehnder nicht vorbei. Eingeklemmt zwischen ärmlichen Häuserzeilen prangt allein in Port-au-Prince 250 Mal der blaue Schriftzug "Eau Miracle" an Wasserkiosken.

Voodoo-Kunst zum Anfassen

Voodoo-Kunst zum Anfassen

Die Schweizerin Marianne Lehmann lebt seit einem halben Jahrhundert in Haiti. Sie hat das Erdbeben vom Januar 2010 überlebt. Als Kennerin der Voodoo-Sakralkunst und Sammlerin von Voodoo-Objekten, war Marianne Lehmann nach dem Erdbeben eine gefragte Person. Viele Voodoo-Tempel stürtzten ein. Die Anhänger dieser animistischen Religion gaben viele Kunst- und Religions-Objekte in die Obhut von Marianne Lehmann mit dem Ziel, dass die wertvollen Stücke nicht auf dem internationalen Kunstmarkt verschwachert werden. Zur Zeit ist eine Auswahl der von Marianne Lehmann gesammelten Voodoo-Kunst in Europa zu sehen.

Haiti ist schwer zu helfen
Bild:Erwin Dettling

Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben:

Haiti ist schwer zu helfen

Am 12. Januar dieses Jahres bebte die Erde im karibischen Staat Haiti. Nach Angaben der Regierung kamen dabei 300‘000 Menschen ums Leben. Ein halbes Jahr später leben noch immer mehr als eine Million Menschen, die im Beben alles verloren haben in Zelten und Baracken. Der Spendenwille für Haiti auf der ganzen Welt war enorm. Die Schweiz allein sammelte und spendete mehr als 100 Millionen Franken für die Erdbebenopfer. Ein halbes Jahr später herrscht Ernüchterung. Der Wiederaufbau kommt schleppend oder überhaupt nicht in Gang. Konzeptlosigkeit, Machtkämpfe und staatlicher Schlendrian bremsen viele Initiativen. Die internationale Gebergemeinschaft steht ebenfalls in der Kritik, weil sie sich in Haiti offenbar gegen korrupte Machteliten nicht durchsetzen kann.

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Die Weisheit der Trommel
Bild: Erwin Dettling

Ein Gespräch mit Max Beauvoir, Chef der Voodooisants, Haiti

Die Weisheit der Trommel

Den Voodoo-Kult assoziiert man hierzulande gerne mit Aberglauben undsinistren Ritualen. Wenn Max Beauvoir, Haitis oberster Voodoo-Priester, die Erdbebenkatastrophe ins Weltbild seiner Religion einzuordnen versucht, tut er dies aber mit souveräner Gelassenheit. Wer mit Max Beauvoir, dem Hüter (Ati) der Voodoo-Religion und obersten Priester (Houngan) von Haiti, sprechen will, geht das Thema mit Vorteil vorher mit Marianne Lehmann an. Die Schweizerin ist eine freundliche Türöffnerin, wenn es um Voodoo, Kunst und Religion geht. Wie Millionen Haitianerinnen und Haitianer fragt sie sich, warum das Erdbeben vom 12. Januar dieses Jahres dem ärmsten Land der westlichen Welt Tod und Zerstörung gebracht hat; einem Land, das seit 200 Jahren im Ausnahmezustand lebt.

NZZ 1.7.2010

🔊 Hören Sie das Gespräch mit Max Beauvoir
Schweizer Schule vor Neubeginn

Haiti, Jacmel

Schweizer Schule vor Neubeginn

Das Erdbeben vom 12. Januar hat nicht nur grosse Teile der haitianischen Hauptstadt verwüstet, sondern auch weitere Städte entlang der karibischen Platte. Dazu gehört auch Jacmel an der Südküste von Haiti, wo das "Centre d’Apprentissage, Collège Suisse" unbenutzbar wurde. Der Gründer der Schule, der Schweizer Gottfried Kräuchi, sucht Mittel und Wege, um das Institut für mehr als 1000 Schüler an einem neuen Ort wieder aufzubauen und zu erweitern. Die dreistündige Autofahrt von Port-au-Prince nach Jacmel führt an der stark zerstörten Stadt Léogâne vorbei in die Berge.

Voodoo-Ausstellung in Europa

Die Geister von Port-au Prince

Voodoo-Ausstellung in Europa

Das Erdbeben im Januar 2010 hat auch dem religiösen Erbe des Voodoo-Kultes Schaden zugefügt. Eine weltweit einmalige Voodoo-Ausstellung wandert derzeit durch Europas Städte und zieht überall tausende Besucher an. Gesammelt hat die Kult- und Kunstobjekte eine Schweizerin, die seit 50 Jahren in Haiti lebt. Marianne Lehmanns unscheinbares Haus in Port-au-Prince liegt im Stadtteil Pétion-Ville an der Rue Grégoire, verborgen

hinter einem grünen Eisentor. Auf dem Trottoir verkaufen Händler gefälschte Uhren, Bücher und Schmuck. Tag und Nacht dringen der Lärm und die Schreie herüber von der Place Saint Pierre, wo seit Mitte Januar rund 3500 Obdachlose in Zelten campieren.

Schweizer Wassermann in Haiti

Schweizer Wassermann in Haiti

Erdbeben sind auch Wasserversorgungs-Katastrophen. Das war in Haiti auch so, als am 12. Januar 2010 ein Beben mehr als 250'000 Menschen getötet hatte. Harry Zehnder, ein Schweizer Unternehmer in Port-au-Prince, hält trotz allen Widrigkeiten an seinem Wassergeschäft fest. Wer mit offenen Augen durch die halb zerstöre Hauptstadt von Haiti fährt, kommt an Harry Zehnder nicht vorbei. Eingeklemmt zwischen ärmlichen Häuserzeilen prangt allein in Port-au-Prince 250 Mal der blaue Schriftzug "Eau Miracle" an Wasserkiosken.

Zentralfriedhof

Port au Prince

Zentralfriedhof

Viele Tote des Erdbebens werden für immer unter Trümmern und Schutt begraben bleiben. Andere wurden in Massengräber bestattet. Wenige haben es in das Geviert des Zentralfriedhofes von Port au Prince geschafft. Viele Grabschnischen sind frisch

mit Zement verschlossen - es sind namenlose Gräber von Menschen, die nicht identifiziert werden konnten. Ein blinder Sänger betrauert das Leid mit seinem Lied.

Music, Earthquake & Prayers

Haiti: Richard Morse, RAM

Music, Earthquake & Prayers

Richard Auguste Morse (1957) survived the January 12th earthquake in Haiti with his family, his band RAM and the Hotel Oloffson he manages in Port au Prince. The Puerto Rican born haitian-american musician, composer, activist, antrophologist and observer of the haitian reality talks in this interview about the aftermath ot the desaster, why the hotel Oloffson stands tall and why so many Haitians are still waiting for help and explanations about why so little external help trikels down to the victims of the earthquake.

Michel Gaillard unter den Toten des Erdbebens

Quo Vadis Haiti?

Michel Gaillard unter den Toten des Erdbebens

Michel "Micha" Gaillard ist im Erdbeben vom 12. Januar 2010 ums Lebens gekommen. Vor der Naturkatastrophe habe ich mich mit dem Sozialdemokraten, Universitätsprofessor, Politiker und Soziologen in Port-au-Prince unterhalten.

Michel „Micha“ Gaillard est compté parmi les inombrables victimes du tremblement de terre. Gaillard était porte-parole de la Fusion des sociaux-démocrates, est fils de l'ecrivain Roger Gaillard.

Denker, Visionär, Träumer

Michel Gaillard:

Denker, Visionär, Träumer

Michel Gaillard, der im Erdbeben vom 12. Januar 2010 ums Leben gekommen ist, war ein scharfer, tiefsinniger Analytiker. Er hatte auf der kleinen Insel einen umfassenden Blick auf die parallelen Wirklichkeiten seines Landes, Haiti. Nicht all zu lange vor dem Erdbeben habe ich in Port-au-Prince mit Michel Gaillard ein langes Gespräch geführt über Politik, Voodoo, Geschichte, Jean Bertrand Aristide, Armut, Würde und andere Aspekte, welche die Grundfesten von Haiti bestimmen.

Haiti - le bateau ivre

Evens Paul

Haiti - le bateau ivre

Das Erdbeben in Haiti hat in rund drei Viertel des Terrotoriums keine direkten Schäden angerichtet. Trotzdem steht eine schwere Aufgabe bevor, die Hauptstadt und kleinere Städte wieder aufzubauen. Evens Paul, ein ehemaliger Stadtpräsident von Port-au-Prince, denkt in einem Gespräch über Haiti, die kranke Metropole und über ihre Perspektiven nach.

Haiti, Masse, Macht und Aristide

Comediens

Haiti, Masse, Macht und Aristide

Haiti, das Armenhaus der westlichen Hemisphäre taumelt von einer Katastrophe zur anderen. Ein Armenpriester, Jean Bertrand Aristide war in den neunziger Jahren Hoffnungsträger des gemarterten Volkes. Die Menschen glaubten im Jahr 1990, der Priester vermöge das Volk aus den Klauen der verhassten Duvalier-Diktatur zu befreien. Mit Hilfe der USA und gewählt vom Volk, wurde der schmächtige Mann in den Regierungspalast in Port-au-Prince gespült. Das Experiment dauerte nicht lange. Er wurde von dumpfen Kräften im Land gestürzt. Ist Haiti regierbar? Jahre nach seinem Sturz kam Jean Bertrand Aristide zurück und enttäuschte die Menschen.

Mme. Lehmann und der Voodo

Mme. Lehmann und der Voodo

Das karibische Armenhaus Haiti birgt einen reichen Schatz an afro-karibischen Religions-Objekten. Voodoo ist in Haiti Staatsreligion und Kitt der Gesellschaft. Eine Schweizerin in Port-au-Prince setzt sich dafür ein, dass die wertvollen Voodoo-Objekte im Land bleiben.Marianne Lehmann ist nie allein. Die ehemalige Schweizer Konsular-Angestellte in Port-au-Prince, Haiti, lebt mit mehr als zwei Dutzend Katzen, Hausbediensteten und einem wertvollen Schatz von Voodoo-Kunst- und Kultobjekten.

Gérard Pierre Charles

Gérard Pierre Charles

Gérard Pierre Charles war Kämpfer und Idealist und selbst dann in einer politisch positiven Grundstimmung über sein Land, als es äusserlich keinen Anlass gab, an eine bessere Zukunft von Haiti zu glauben. Das Gespräch über Haiti und Jean Bertrand Aristide mit Gérard Pierre Charles fand im Jahr 2004, kurz vor seinem Tod an seinem Domizil in Pétion-Ville statt. Der Weg dorthin führte an lärmigen Marktständen vorbei in eine enge Gasse, wo er mit seiner Familie wohnte. Gérard Pierre-Charles hat jenes Haiti nicht mehr erlebt, von dem er immer geträumt hat. Sein Vorstellung von Haiti wird vermutlich noch lange Traum bleiben.

Radio-Berichte und Reportagen

Text-Reportagen und Berichte