America

Panama

Salsa im Ministerrang

Salsa im Ministerrang

Ruben Blades spielt virtuos mit Tönen und Rhythmen. Er trifft mit seinen Kompositionen und seinem Gesang den musikalischen Lebensnerv, und er erreicht verschiedene Generationen in Lateinamerika. Blades ist Musiker, Anwalt, Multitalent, Schauspieler, Politiker und Umweltaktivist. Er war Tourismusminister von Präsident Martin Torrijos. Der Mann ist Programm. In New York, Miami, in seiner Heimat Panama, aber auch in Puerto Rico, in Buenos Aires und in Bogota – in Rom, Amsterdam und überall, wo Menschen Ohren für seine Band, „Seis de Solar“ haben.

Vom Körperkult zur Textilkunst

Vom Körperkult zur Textilkunst

Sie sehen extraterrestrisch aus in ihren farbenfrohen Trachten, den schmucken Arm-, Hals und Wadenbandagen, den Nasenringen und den pechschwarzen, steckengeraden Haaren: Die Kuna-Indianer. Sie sind in Panama geschützt, integriert, halbautonom, aber irgendwie außerhalb der panamaischen Gesellschaft. Die Kuna-Indianer schaffen Textil-Kunst: die Molas. Molas sind geometrische Stoffbilder, welche auf die einst traditionelle Körperbemalung der Kuna-Indianer zurückgehen.

Der Kanal wird breiter

Der Kanal wird breiter

Als Erbauer der Wasserstrasse übten die USAbis ins Jahr 1999 die Hoheit über den Kanal aus, der den Pazifik und den Atlantik verbindet. Und jahrzehntelang war auch das US-Südkommando in der Kanalzone angesiedelt, von wo aus der amerikanische Militärkomplex im Kalten Krieg bei fast allen interstaatlichen und zwischenstaatlichen Konflikten in Lateinamerika die Hand im Spiel hatte. Das ist jetzt alles Geschichte. Seit zehn Jahren spült der Panama-Kanal viel Geld in die Staatskasse von Panama. Und mit einem gigantischen Ausbauprojekt ist Panama dabei, die Kapazität des Kanals bis ins Jahr 2015 zu verdoppeln.

Wenn viel an einer Glasfaser hängt

Wenn viel an einer Glasfaser hängt

Die Weltöffentlichkeit hat sich daran gewöhnt, dass Panama das Land mit dem schiffbaren Kanal ist. Kaum bekannt ist, dass in der Kanalzone Kommunikationskanäle liegen, die weit verletzlicher sind als die solide Wasserstrasse. Es handelt sich um Glasfaserkabel, welche unter anderem auch für die USA die Informationsflut im pazifischen und im atlantischen Raum zu bewältigen helfen. Der Schweizer Niels Petterson führt in Panama ein Unternehmen für Kommunikation und amtet gleichzeitig als Konsul in der Kanalrepublik.

Kanal-Republik & Souveränität

Bank- und Off-Shore-Zentrum Panama

Kanal-Republik & Souveränität

Panama ist als interozeanisches Kanal-Banken- und Offshore-Zentrum internationalen Anfeindungen ausgesetzt. Nils Petterson, der Schweizer Honorar-Konsul in Panama, sagt, warum das Land im Isthmus seine Sonderstellung trotzdem halten kann. Während fast alle Bankenzentren der Welt von der OECD zur Unterzeichnung von Doppelbesteuerungsabkommen gedrängt werden, steuert Panama einen eigenwilligen und eigenständigen Kurs. Bisher hat die Kanal-Republik kein einziges Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen.

Zwei Partner auf Distanz

Panama und die OECD

Zwei Partner auf Distanz

Der Ruf des Banken- und Firmen-Offshore-Zentrums Panama ist nicht der Beste. Die Kanal-Republik in der zentralamerikanischen Landenge zwischen Costa Rica und Kolumbien gilt als eines der Zentren, wo Geld gewaschen wird und Briefkastenfirmen über unzählige Vermittler im grossen Stil Steuern hinterziehen. Zudem hat Panama den Ruf, den kolumbianischen Drogenbaronen als Stützpunkt und Verteilzentrum zu dienen. Kasinokapitalismus pur?

Wie der Vater so der Sohn

Die Torrijos: Ein Gespräch mit Martin Torrijos

Wie der Vater so der Sohn

Martin Torrijos hatte einen legendären Vater, General Omar Torrijos Herrera. Nach einem Staatsstreich im Jahre 1968 profilierte sich General Torrijos zum starken und charismatischen Führer von Panama. Er erklärte die Rückgewinnung seines Trebens. Omar Torrijos kam 1981 bei einem misteriösen Flugzeug ums Leben. Sein Sohn, Martin Torrijos, war von 2004-2009 gewählter Staatschef der Kanalrepublik. Ich habe mit Martin Torrijos über seinen Vater, den Kanal und sein Land gesprochen.

🔊 Hören sie das Gespräch

Das Vermächtnis von Torrijos auf dem Prüfstand

Ein Sohn des Generals kandidiert für Panamas höchstes Am 31. Dezember 1999 gaben die USA die Souveränitätsrechte über den interozeanischen Kanal an Panama zurück. Die Rückgabe der Wasserstrasse wurde 1977 von Präsident Carter und General Omar Torrijos ausgehandelt.